Info Ballenpressen

Infos zu Ballenpressen


Die am Markt befindlichen Ballenpressen lassen sich in Rundballenpressen und Quader- bzw. Großpackenpressen einteilen. Miniballenpressen, die meist als Rundballenpressen ausgelegt sind, werden gerne zum Pressen von Ballen für die Pferdehaltung eingesetzt.

Rundballenpressen zeichnen sich durch unterschiedliche Verdichtungstechniken des Ballens aus. Festkammerpressen verdichten mit feststehenden Walzen den von der Pick-Up gelieferten Gutstrom und wickeln einen Ballen von immer gleicher Größe, meistens 1,20 bis 1,30 m im Durchmesser. Pressen mit variabler Presskammer formen mit Hilfe einer Bänder-/Riemenmechanik Rundballen vorwählbarer Größe bis ca. maximal 1,80 m.

Rundballenpresse, © ballensilage.com
Rundballenpresse, © ballensilage.com

Ein Vorteil der variablen Presskammer ist eine sehr gleichmäßige Formung der Rundballen. Lohnunternehmer können flexibel auf Kundenwünsche hinsichtlich der Größe der Rundballen eingehen. Konstruktionsbedingt ist der Wickelkern zumeist dichter als bei Pressen mit fester Presskammer.

Großpackenpressen können bauartbedingt noch höher verdichtete Siloballen liefern als Rundballenpressen, allerdings sind die Ballen sehr groß und nicht selten bis zu 1000 kg schwer.

Quaderballenpresse, © ballensilage.com
Quaderballenpresse, © ballensilage.com

Schneidwerke, die heute zur Grundausstattung nahezu jeder guten Ballenpresse gehören, sind gerade bei der Bereitung von Ballensilagen sinnvoll. Kurze Schnittlängen erhöhen die Verdichtbarkeit der Siloballen (um ca. 10-15%). Das hat nicht nur Vorteile für die zu erwartenden Silagequalität, die Ballen lassen sich auch mit geringerem Kraftaufwand auflösen.

Die Pick-Up einer Ballenpresse sollte so breit wie möglich sein. Nur so werden die Kanten sauber geformt und verpresst.

Eine Besonderheit am Markt ist die selbstfahrende Rundballenpresse des Schweizer Herstellers Lisibach Maschinenbau. Vorteile lt. Hersteller sind besondere Wendigkeit, Tauglichkeit für viele Gelände und Bodenschonung durch breite Bereifung.

Press-Wickelkombinationen ermöglichen gleichzeitiges Pressen und Wickeln von Siloballen im echten Ein-Mann-Betrieb. Presse und Wickler sind in einer Geräteeinheit hintereinandergeschaltet. Am konsequentesten scheint bisher die Konstruktion „BIO“ von Taarup (für Rundballen) den Gedanken der Integration zu verfolgen; hier findet die Ballenwicklung in der Presskammer statt. Die Ausmaße der Maschine sind entsprechend kompakt.

Press-/Wickelkombination, © ballensilage.com
Press-/Wickelkombination, © ballensilage.com

Arbeitswirtschaftlich ist höchstmögliche Flexibilität und Schlagkraft gewährleistet. Für Lohnunternehmer sind die Maschinen daher besonders interessant. Bisher sind allerdings nur Press- Wickelkombinationen für Rundballen am Markt, gleichwohl sind Kombinationsmaschinen für Quaderballen in der Entwicklung. Gegenüber „einfachen“ Ballenpressen besteht wegen der zusätzlichen Wickeleinheit ein erhöhter Leistungsbedarf.

Besonders leistungsfähige Kombinationen sind doppelachsig ausgelegt und zur Minderung des Bodendrucks breit bereift. Bei schwierigem Gelände ist auf Wendigkeit und Hangtauglichkeit der Maschinen zu achten.

Das Kombinieren beider Arbeitsvorgänge erfüllt die theoretische Forderung der Wissenschaft nach zeitnaher Wicklung des Ballens nach dem Pressen in optimaler Weise – übliche Verluste (z.B. Randaustrocknung) durch lange Liegezeiten auf der Fläche entfallen. Unnötige Bewegungen der Siloballen werden vermieden und das Beschädigungsrisiko wird minimiert. Der Gärvorgang wird schnellstmöglich eingeleitet.

»Hier finden Sie eine Übersicht über Hersteller und Vertreiber von Ballenpressen

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