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Mohnblumen, © ballensilage.com
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Deutscher Bauernverband / 21.08.2020
Das F.R.A.N.Z.-Projekt präsentiert der Politik erste Erkenntnisse

(Gemeinsame Pressemitteilung der Umweltstiftung Michael Otto, des Deutschen Bauernverbandes und des Brandenburgischen Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz)

Pressemitteilung / (Berlin) Aufgrund der wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit in Bezug auf die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, besichtigte der brandenburgische Landwirtschafts- und Umweltminister Axel Vogel Naturschutzmaßnahmen des F.R.A.N.Z.-Projekts. Auf dem Demonstrationsbetrieb Havellandhof Ribbeck wurde dem Minister präsentiert, wie die Artenvielfalt auf Ackerflächen gefördert werden kann und dabei gleichzeitig die effektive Bewirtschaftung gewährleistet wird.

Minister Vogel sagt über das F.R.A.N.Z.-Projekt: „F.R.A.N.Z. hat sich zum Ziel gesetzt, Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu entwickeln und zu erproben und hat schon erste Impulse für das seit diesem Jahr vom Agrar- und Umweltministerium geförderte Programm für ein- und mehrjährige Blühstreifen gegeben. Vom F.R.A.N.Z.-Projekt erhoffe ich mir wertvolle Hinweise, um unsere Programme für die nächste Förderperiode weiter zu qualifizieren.“

In Gesprächen mit der Projektleitung des F.R.A.N.Z.-Projekts, dem Betriebsleiter Peter Kaim, der wissenschaftlichen Begleitforschung und der Betriebsberatung informierte sich Minister Vogel persönlich über erste Ergebnisse aus drei Jahren Projektlaufzeit. Im Vordergrund standen die ökologischen Auswirkungen der F.R.A.N.Z.-Maßnahmen auf den Betriebsflächen sowie ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit. Aber auch auf Perspektiven und Hemmnisse des F.R.A.N.Z.-Projekts sowie auf die individuellen Erkenntnisse vom Havellandhof Ribbeck wurde in den Gesprächen und bei der Besichtigung der Maßnahmen eingegangen.

„Wir haben dieses Jahr zehn F.R.A.N.Z.-Maßnahmen auf etwa sieben Prozent unserer Betriebsflächen umsetzen können. Das Spektrum an sich ergänzenden und verstärkenden Maßnahmen wirkt sich insgesamt sehr positiv auf die Artenvielfalt aus. So hat der Bestand an Feldlerchen deutlich zugenommen und auch die Feldhasen profitieren sehr von Maßnahmen wie Extensivgetreide. Insbesondere die mehrjährigen Blühstreifen bieten Insekten nicht nur Nahrung, sondern auch stabile Überwinterungsmöglichkeiten“, berichtet Betriebsleiter Peter Kaim.

Der rund 700 Hektar große Ackerbaubetrieb von Peter Kaim im Havelland ist seit Anfang 2017 einer von zehn Demonstrationsbetrieben des Dialog- und Demonstrationsprojekts F.R.A.N.Z., das auf zehn Jahre angelegt ist und gemeinsam von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband koordiniert wird. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege Brandenburg und der Landesbauernverband Brandenburg beraten den Landwirt bei der Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen. Die Förderung des Projekts erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Weitere Information unter www.franz-projekt.de

weitere Informationen: Deutscher Bauernverband, www.bauernverband.de

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