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Die Landwirte blicken besorgt auf ihre Maisfelder. Doch oft sind die Bestände vitaler, als es zunächst aussieht, © AGRAVIS
Die Landwirte blicken besorgt auf ihre Maisfelder. Doch oft sind die Bestände vitaler, als es zunächst aussieht, © AGRAVIS

AGRAVIS / 10.08.2018
Mais: Oftmals vitalere Bestände als befürchtet

AGRAVIS-Experten geben Hinweise zum Silagemanagement

Pressemitteilung / (Münster) Noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 wurde zwischen April und Juli so wenig Niederschlag in Deutschland festgestellt. Die Hitzewelle erreichte im Juli und Anfang August ihren Höhepunkt. Die Landwirte schauen mit großer Sorge auf ihre Felder, wo bereits der erste Mais geerntet wurde. Gibt es noch die Möglichkeit zur Regeneration der Pflanze oder besteht keine Chance mehr dafür?

In südeuropäischen Ländern wie Spanien, Bulgarien oder Süditalien sind Temperaturen und Bedingungen wie derzeit in Deutschland öfter zu finden. „In diesen Ländern hat man gelernt, wie man mit vermeintlich vertrocknetem Mais umgeht“, betont Dr. Sabine Rahn, Produktmanagerin Siliermittel der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Die AGRAVIS-Expertin weist darauf hin, dass die Bestände oft deutlich vitaler sind als angenommen. Deshalb empfiehlt sie, die Bestände genau zu beobachten. Oft sind nur einzelne Bereiche auf dem Feld betroffen. So sollten die Landwirte überprüfen, ob beispielsweise die Blätter unterhalb vom Kolben oder oberhalb abgestorben sind. Ist das oberhalb der Fall, findet keine Umlagerung der Nährstoffe statt, es kommt zum Nährstoffstau. Eine weitere Empfehlung: Landwirte sollten die Restfeuchte der Pflanze durch Wringen des Stängels prüfen.

Besonders bei der Silierung in diesem Jahr ist auch, dass aufgrund der Trockenheit sich noch viel Stickstoff in der Pflanze befindet. Zu Beginn der Silierung besteht somit ein deutlich höheres Risiko der Bildung von nitrosen Gasen. Diese entweichen als orange bis rostrot gefärbte Gase aus dem Silo. Werden derartige Gaswolken am Silo beobachtet, ist besondere Sorgfaltspflicht geboten: Nitrose Gase sind hochgiftig.

Beim Silagemanagement ist bei diesen Witterungen einiges zu beachten, zum Beispiel, dass die Erntegeschwindigkeit der Walzarbeit angepasst wird, feuchterer Mais wenn möglich dazwischen eingelagert wird oder hohe Verdichtung erreicht wird. Auch der Einsatz leistungsstarker Siliermittel wie BioCool (Futter) und Plantasil (Biogas) zur Sicherung der aeroben Haltbarkeit bei der Auslagerung ist anzuraten.

Die AGRAVIS unterstützt die Landwirte auf der Seite www.silierung.de mit aktuellen Hinweisen und Tipps zu den Themen Pflanzenbau, Ernte und Silierung.

weitere Informationen: AGRAVIS, www.agravis.de

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