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Zwei Server im Rechenzentrum der AGRAVIS Raiffeisen AG in Münster spenden seit Mitte April Rechenleistung im Projekt Folding@home. Nils Wernau, IT-Fachmann bei der AGRAVIS, initiierte die Aktion, die Forschende im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 unterstützt, © AGRAVIS Raiffeisen AG
Zwei Server im Rechenzentrum der AGRAVIS Raiffeisen AG in Münster spenden seit Mitte April Rechenleistung im Projekt Folding@home. Nils Wernau, IT-Fachmann bei der AGRAVIS, initiierte die Aktion, die Forschende im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 unterstützt, © AGRAVIS Raiffeisen AG

AGRAVIS / 04.07.2020
AGRAVIS stellt Rechenleistung im Kampf gegen Corona bereit

Zwei Unternehmensserver im Projekt „Folding@home“ aktiv / Bereits mehr als 1.400 Arbeitspakete berechnet

Pressemitteilung / (Hannover / Münster) Überall auf der Welt rechnen die schnellsten Supercomputer derzeit an Lösungen gegen das Coronavirus. Einen kleinen Beitrag dazu leistet seit Mitte April auch das Rechenzentrum der AGRAVIS Raiffeisen AG in Münster. Das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen spendet dazu Rechenleistung im Projekt Folding@home der Washington University in St. Louis, in dem Proteine und die Entstehung ihrer Strukturen erforscht werden. Das dezentrale Rechenprojekt unterstützt bereits seit Jahren bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, Alzheimer und inzwischen auch beim Kampf gegen das Coronavirus. Aktuell wird mit den gespendeten Kapazitäten das Proteinmodell von SARS-CoV-2 erstellt.

Nils Wernau, IT-Fachmann bei der AGRAVIS, initiierte die Aktion. Er engagiert sich bereits seit einigen Jahren in vergleichbaren Projekten mit privater Rechenleistung.

„Das Prinzip ist einfach: Mehrere Hunderttausend Menschen stellen ihre PCs zur Verfügung, um wie in diesem Fall das Proteinmodell des Coronavirus zu simulieren.“

Sein Vorschlag erhielt auch vor der AGRAVIS-Bereichsleitung IT Grünes Licht und seitdem rechnen zwei nicht mehr aktiv vom Unternehmen genutzte Recheneinheiten im Projekt mit.

Inzwischen erreicht Folding@Home eine Rechenleistung von rund 1,5 ExaFlops (Flops: Floating Point Operations per Second, zu Deutsch: Gleitkommaoperationen pro Sekunde, die mathematische Operationen wie Addieren bezeichnen). Das entspricht der Zahl 1,5 mit 17 Nullen. „Wir haben – Stand Anfang Juli – 1.420 Arbeitspakete, sogenannte WUs berechnet. Diese Pakete berechnen unsere beiden AGRAVIS-Server mit insgesamt 44 Prozessor Kernen (CPU) durchgängig seit dem 17. April sieben Tage pro Woche rund um die Uhr“, erläutert Nils Wernau. Damit steht die AGRAVIS mit ihrer Spende aktuell auf Rang 60.966 von insgesamt fast 2,8 Mio. teilnehmenden Personen, Gruppen oder Unternehmen.

Um Rechenpower für Folding@home zur Verfügung zu stellen, muss lediglich ein kleines Programm installiert werden, über welches dann kleine Arbeitsaufgaben eines größeren Gesamtvorhabens, sogenannte Work Units, an die bereitgestellten Server verteilt werden können. „AGRAVIS stellt dazu zwei nicht mehr aktiv genutzte Server im Rechenzentrum in Münster zur Verfügung“, so Wernau. Auf diesen Servern werden die jeweiligen Aufgaben dann berechnet und automatisch zurückübermittelt.

Übrigens: Das Rechenprojekt Folding@home bündelt zurzeit mehr Hardware-Leistung als der weltweit schnellste Supercomputer Summit, den Forschende nutzen, um zu testen, wie sich das Coronavirus SARS-CoV-2 unter dem Einfluss Tausender Wirkstoffe verhält. „Der Bedarf ist nach wie vor da, unsere Rechenpower kann also aktiv zur Bekämpfung von Corona eingesetzt werden“, erläutert Nils Wernau.

weitere Informationen: AGRAVIS, www.agravis.de

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