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Prof. Dr. Dr. Kornelia Smalla, Julius Kühn-Institut. © D. Babin/JKI
Prof. Dr. Dr. Kornelia Smalla, Julius Kühn-Institut. © D. Babin/JKI

Julius Kühn-Institut / 08.12.2021
Kornelia Smalla vom JKI gehört zu den weltweit meistzitierten Forschenden 2021

Die Mikrobiologin forscht am Julius Kühn-Institut (JKI) über das Mikrobiom im Boden und im Wurzelraum von Kulturpflanzen. Die Firma Clarivate Analytics hat sie in ihre aktuelle Liste der Forschenden mit dem größten wissenschaftlichen Einfluss aufgenommen.

Pressemitteilung / (Braunschweig) Prof Dr. Dr. Kornelia Smalla zählt zu den „Highly Cited Researchers“ (HCR). Einmal im Jahr gibt die Firma Clarivate Analytics diese renommierte Liste bekannt, um den weltweiten Einfluss einzelner Forscherinnen und Forscher auf die Wissenschaftsgemeinschaft sichtbar zu machen und ihre Forschungsleistung anzuerkennen. Dazu werden Veröffentlichungen der vergangenen zehn Jahre (2010-2020) herangezogen, die im wissenschaftlichen Literatur-Recherchetool „Web of Science“ in ihrem Fachgebiet bei der Häufigkeit der Zitierung das oberste Prozent ausmachen, also herausragend häufig in anderen Arbeiten zitiert wurden.

Prof. Smalla arbeitet am JKI-Fachinstitut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik in Braunschweig und gehört zu den 2.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des HCR-Rankings, die mit ihren Publikationen der vergangenen Dekade weltweit Forschung maßgeblich und fachübergreifend beeinflusst haben.

Seit 1991 forscht sie auf ihrem Spezialgebiet der mikrobiellen Ökologie, zunächst an der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) und seit 2008 am JKI, dem der BBA nachgefolgtem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die Wechselwirkungen von Pathogenen und ihren mikrobiellen Antagonisten im Wurzelraum der Pflanzen, aber auch die Vielfalt dieser Mikroben-Gemeinschaften im Boden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Effekte von Landwirtschaft auf das Mikrobiom von Böden und Kulturpflanzen.

Smalla studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Chemie und promovierte im Bereich der Biochemie. 1999 habilitierte sie an der Technischen Universität Braunschweig in der Mikrobiologie. Die Schwedische Landwirtschaftliche Universität Uppsala verlieh ihr 2011 die Ehrendoktorwürde. (Weitere Informationen auf dem Personenprofil von Prof. Smalla auf der JKI-Website).

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forscherin dienen der Verbesserung der Landwirtschaft. Sie zeigen unter anderem Wege zur Optimierung von Fruchtfolgen, Bodenschutz, Sortenwahl, Düngung und Bewässerung und helfen, Pflanzenbausysteme nachhaltiger aufzustellen und an den Klimawandel anzupassen. Hintergrund zur Auswertung der HCR-Datenbank: Die Vereinigten Staaten führen das Länder-Ranking mit 2.622 (39,7 Prozent) der hochrangig zitierten Forscherinnen und Forscher nach wie vor an. Festlandchina liegt in diesem Jahr mit 935 Personen an zweiter Stelle und hat mit 14,2 Prozent seinen Anteil innerhalb von vier Jahren fast verdoppelt. Deutschland liegt auf Platz 5 und damit hinter Australien, die Niederlande folgen mit 207 Forschenden an sechster Stelle.

weitere Informationen: Julius Kühn-Institut, www.julius-kuehn.de