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RWZ / 17.09.2019
RWZ und Buir-Bliesheimer in engem Schulterschluss

Pressemitteilung / (Köln) Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) beabsichtigt, sich mit 20% an der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft eG (BBAG), Nörvenich, zu beteiligen und zudem ihren Anteil am Großhandelsgeschäft als wichtigster Zulieferer der BBAG deutlich auszubauen. Im Gegenzug übernimmt die BBAG das Agrarhandelsgeschäft der RWZ im Raum Zülpich-Nideggen-Embken und dem Aachener Land. Betroffen sind die Standorte Embken, Eschweiler, Drove, Geilenkirchen, Linnich und Merzenhausen, welche – teils durch Kauf, teils durch Pacht – in die BBAG eingebracht werden.

Das Vorhaben steht noch unter Gremienvorbehalt. Die Umsetzung ist zum 31.12.2019 vorgesehen.

Beide Unternehmen verfolgen mit diesem Schritt eine zügige Optimierung der Arbeitsteilung innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes in dieser Region, um bestmöglich auf den sich noch beschleunigenden Strukturwandel auf nahezu allen Ebenen des Agrarsektors vorbereitet zu sein.

Während sich die RWZ in einem immer herausfordernderen, von überregionalem und internationalem Wettbewerb geprägten Marktumfeld im Rahmen dieser besonders engen Allianz künftig ganz auf ihre Großhandelsfunktion fokussieren und hier eine ihrer besonderen Stärken ausspielen kann, wird sich die BBAG künftig voll auf das regionale Direktgeschäft mit der Landwirtschaft vor Ort konzentrieren.

„Gerade in einer Region mit sehr leistungsfähiger Primärstufe muss die RWZ keine funktionsgleiche Parallelstruktur unterhalten, welche die ‚Leistungsfähigkeit des Ganzen’ aus dem Blickwinkel der landwirtschaftlichen Kundschaft auf Dauer nur schwächt. Vielmehr unterstützen wir den Ansatz, das genossenschaftliche Warengeschäft im ländlichen Raum in Punkto Arbeitsteilung durch konsequent gelebte und sinnvoll gestaltete ‚Zweistufigkeit‘ zukunftsfest zu machen. Nach vorne gedacht stärken solche Allianzen letztlich alle Beteiligten“, so Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ.

Der geschäftsführende Vorstand der BBAG, Peter-Josef Gormans ergänzt: „Die Buir-Bliesheimer stärkt durch diesen Wachstumsschritt ihre Position als führendes Agrarhandelsunternehmen in der Region. Durch die vereinbarte Arbeitsteilung konzentrieren sich beide Unternehmen auf ihre jeweiligen Stärken und werden dadurch Breite und Qualität des Leistungsangebotes auf ein noch höheres Niveau heben. Davon werden die Landwirte maßgeblich profitieren.“

Beide Vorstände betonen, dass die beabsichtigte Allianz „Modell-Charakter“ für solche Regionen habe, wo eine leistungsfähige Primärstufe tätig ist mit dem gemeinsamen Ziel, in ländlichen Räumen eine Infrastruktur im Dienste der Landwirtschaft aufrecht zu erhalten und wirtschaftlich zu betreiben. Dort, wo vergleichbare Allianzen noch nicht möglich sind oder keine mit der RWZ verbundenen Primärgenossenschaften agieren, bleibe „die RWZ selbstverständlich weiterhin mit vollem Engagement im Direktgeschäft tätig“, ergänzt Kempkes.

weitere Informationen: RWZ, www.rwz.de

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