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Mais häckseln, © ballensilage.com
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Deutsches Maiskomitee / 01.07.2021
Mais 2020: Durchschnittserträge über dem Fünfjahresmittel

Pressemitteilung / (Bonn) Das Statistische Bundesamt hat über sein Portal Destatis Mitte Juni die endgültigen Ernteergebnisse des vergangenen Jahres für Silo- und Körnermais auf Bundeslandebene veröffentlicht. Demzufolge lag der gesamtdeutsche durchschnittliche Ertrag im vergangenen Jahr für beide Verwertungsformen über dem Fünfjahresmittel, gibt das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) bekannt.

Für den Körnermais inkl. CCM wurde eine Anbaufläche von 419.300 ha ermittelt, das entspricht einer Steigerung um 3.300 ha zum Vorjahr, liegt aber dennoch deutlich unter dem fünfjährigen Mittel von 435.300 ha. Von dieser Fläche wurde eine Gesamterntemenge von 4,02 Mio. t eingefahren, deutlich mehr als die 3,66 Mio. t des Vorjahres, aber klar unter den 4,11 Mio. t des mehrjährigen Mittels. Ernteflächen und -mengen schwanken bei der Körnermaisnutzung über die Jahre erheblich, sind sie doch nicht nur von den Wetterbedingungen der Jahre abhängig, sondern auch von den aktuellen Anbauentscheidungen der Landwirte. Beim Hektarertrag ließ sich eine leichte Steigerung gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt feststellen. Mit landesweit durchschnittlichen 95,9 dt/ha lag dieser um eine Dezitonne über dem Fünfjahresmittel von 94,9 dt/ha.

Zwischen den Bundesländern unterscheiden sich die durchschnittlichen Körnermaiserträge des vergangenen Jahres dagegen beträchtlich: So lagen Bayern mit 109,6 dt/ha (gegenüber langjährig 101 dt/ha) und Nordrhein-Westfalen (104,9 gegenüber 97,5 dt/ha) deutlich über ihren jeweiligen Fünfjahresmitteln. Vor allem die ostdeutschen Bundesländer mussten aber gravierende Einschnitte hinnehmen. So ernteten die Landwirte in Brandenburg 12 dt/ha weniger als im langjährigen Mittel (61,2 gegenüber 73,3 dt/ha), in Sachsen-Anhalt (66,9 gegenüber 76,2 dt/ha) und Sachsen (76,8 gegenüber 85,2 dt/ha) waren es etwa 9 dt/ha.

Beim Silomais lagen deutschlandweit sogar alle ermittelten Parameter über den mehrjährigen Durchschnittswerten. Sowohl Anbaufläche (2,3 gegenüber mehrjährig 2,1 Mio. ha) als auch Gesamt-Erntemenge (97,5 gegenüber 90,4 Mio. t) übertrafen das fünfjährige Mittel deutlich.

Das galt auch für den Ertrag in Form der Frischmasse, der mit 423,9 dt/ha über 30 dt/ha höher lag als im Vorjahr und immer noch knapp über dem Fünfjahresmittel von 421,7 dt/ha.

Sehr deutlich fallen jedoch die Unterschiede zwischen den Bundesländern aus. Spitzenreiter bei den Ertragssteigerungen waren im vergangenen Jahr Bayern, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die allesamt ihre langjährigen Durchschnittserträge weit überboten. So übertraf Schleswig-Holstein seinen Durchschnittswert (422,1 dt/ha) mit 458,5 dt/ha um mehr als 35 dt. Mecklenburg-Vorpommern lag mit 392 dt/ha und Bayern mit 498,8 dt/ha noch etwa 30 bzw. 25 dt/ha über dem landeseigenen Fünfjahresmittel.

Andere Bundesländer mussten allerdings deutliche Ertragseinbrüche verkraften. Der höchste Einbruch mit fast 60 dt/ha unter dem Fünfjahresmittel ergab sich für Sachsen, wo statt 374,9 dt/ha (Fünfjahresmittel) nur 318, 3 dt/ha vom Feld gefahren wurden. Auch Rheinland-Pfalz (365,2 dt/ha, etwa 45 dt/ha unter dem Mittel), und das Saarland (333 gegenüber 377,6 dt/ha) ernteten deutlich unterdurchschnittliche Erträge.

Die von Destatis als endgültige Anbaufläche von Körner- und Silomais angegebenen Werte können sowohl in Tabellen- wie auch in Kartenform (Vergleich der Jahre 2019/2020) von der Homepage des Deutschen Maiskomitees e.V. (DMK) hier heruntergeladen werden.

weitere Informationen: Deutsches Maiskomitee, www.maiskomitee.de

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