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DLG / 20.05.2021
Ackerbarometer 2021: So lief die Aussaat

Digitaler Service von Praktikern für Praktiker / Gemeinsame Initiative von raiffeisen.com, DLG und ADAMA / Aktuell im Blick: Pflanzenschutz

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Was wurde wann und wo auf deutschen Äckern ausgesät? Bis zur 1. Maidekade trugen 250 Landwirte ihre Aussaatergebnisse in das Ackerbarometer 2021 ein. Der Start der Saison erfolgte recht früh, die witterungsbedingten Verzögerungen ließen die Aussaat der Sommerungen aber spät enden. Das Ackerbarometer ist eine Initiative von raiffeisen.com, der Firma ADAMA und der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Es liefert ganzjährig aktuelle Informationen für Praktiker. Nach der Aussaat stand und steht das Thema Pflanzenschutz im Fokus. Im Erntebarometer folgen später Informationen zu Erträgen und Qualitäten. Das Ackerbarometer ist über die Webseiten der drei Partner zu erreichen.

Das Ackerbarometer 2021 bietet interessante Einblicke in das Geschehen auf deutschen Äckern. Nach Abschluss der Aussaat der Sommerfrüchte lässt sich folgendes Fazit ziehen:

Den Anfang machte am 1. März eine Meldung über die Aussaat von Hafer (die Sorte Max mit 139 kg/ha) im Kreis Lippe im Nord-Osten von Nordrhein-Westfalen. Parallel zum Hafer erfolgte eine erste Meldung zu Sommergerste (Amidala, 206 kg/ha) aus dem Main-Tauber-Kreis im Nordosten Baden-Württembergs. Es folgten zeitnah Ackerbohnen zum Beispiel der Sorte Trumpet mit 206 kg/ha im Landkreis Verden/Niedersachsen sowie Sommerweizen (Lenox, 206 kg/ha) im Kreis Minden-Lübbecke im Norden Ostwestfalens. Alles in allem ein synchroner Start der Saison in Deutschland. Gemäß dem Motto „So früh wie möglich, so spät wie nötig“, hatten zur Monatsmitte die Berufskollegen auch Zuckerrüben gesät, die bekanntlich Bodentemperaturen bis -5°Celsius vertragen.

Nach einer witterungsbedingten Unterbrechung kam dann im dritten Quartal des Monats März wieder richtig Schwung in die Sache. Zum Beispiel bei der Aussaat von Hafer (Lion, 153 kg/ha) im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Dann folgte der kälteste April seit Jahrzehnten.

In weiten Teilen des Landes erreichten die Bodentemperaturen erst im dritten Quartal des April 8° Celsius und mehr. Die Maisaussaat nahm daraufhin verspätet aber rasant an Fahrt auf. Fast bis zuletzt. Die jüngste Meldung zur Maisaussaat erreichte uns am 13. Mai aus dem nordrhein-westfälischen Landkreis Mettmann im Regierungsbezirk Düsseldorf. Im Ackerbarometer können Sie die Aussaattermine, Saatstärken und ausgesäten Sorten in den Regionen verfolgen.

Pflanzenschutzmaßnahmen: Erste Meldungen ab Mitte April

Aber auch die Pflanzenschutzmaßnahmen standen an: Die Blütenbehandlung im Winterraps, frühe Fungizidmaßnahmen im Winterweizen sowie die Unkrautbekämpfung in der Zuckerrübe. Hier erreichten uns die ersten Meldungen am 15. April (sowohl Zuckerrübe als auch Winterraps und -weizen). Es ging im ganzen Land sofort richtig zur Sache. Auffällig waren die verbreiteten Blütenbehandlungen zur Absicherung der Rapsernte – vor dem Hintergrund überdurchschnittlich umfangreicher Vorkontrakte zu hohen Preisen.

Und wie sieht es aktuell aus? Im Ackerbarometer können Sie nachlesen, wo welche Mittel in welcher Aufwandmenge ausgebracht werden. So zum Beispiel die ersten Fungizidmaßnahmen zur Fahnenblattbehandlung im Weizen in NRW und Niedersachsen

Das Ackerbarometer „Pflanzenschutz“ ist über folgende Websites zu erreichen:

Landwirte haben online die Möglichkeit, anonym und unverbindlich Angaben zu Pflanzenschutzmaßnahmen in eine Datenbank einzutragen, um so ihre eigenen Werte mit denen ihrer Berufskollegen in ganz Deutschland zu vergleichen.

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org

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