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DLG / 03.05.2021
Projekt ATLAS: Aufruf zur Einreichung innovativer Ideen und Lösungen

Interoperabilität und Analysesysteme für eine innovative, datengesteuerte Landwirtschaft

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Die moderne Landwirtschaft wird immer stärker datengesteuert. Die Anpassung von Sensortechnologie, Datenerfassungsdiensten und fortschrittlichen Datenverarbeitungs- und -analysefähigkeiten ist mittlerweile entscheidend dafür, mehr Nachhaltigkeit und Produktivität in der Landwirtschaft zu erreichen. Es ist ein offenes, flexibles und verteiltes Servicenetzwerk von Anwendungen nötig, um die digitale Transformation in der Landwirtschaft zu erleichtern, Datensätze zu vereinheitlichen und neue Dienste auf Grundlage der Bedürfnisse des Sektors zu generieren.

Das Ziel von ATLAS ist es, ein offenes Interoperabilitätsnetzwerk für landwirtschaftliche Anwendungen zu entwickeln und ein nachhaltiges Ökosystem für eine innovative datengesteuerte Landwirtschaft aufzubauen. Durch die Förderung flexibler Kombinationen von Landmaschinen, Sensorsystemen und Datenanalysetools wird ATLAS den derzeitigen Mangel an Interoperabilität überwinden und Landwirte in die Lage versetzen, modernste digitale Technologie eigenständig zu nutzen. ATLAS, ein gemeinsames Forschungsprojekt, das durch das Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ finanziert wird, vereint 30 Beteiligte aus der Landwirtschaft und Forschungseinrichtungen aus sieben europäischen Ländern.

Das Konsortium sucht derzeit im Rahmen der 2. offenen Ausschreibung nach innovativen Lösungen für die Entwicklung neuer Dienste, die sich an landwirtschaftlichen Anwendungsfällen in den Betrieben des Konsortiums orientieren. Bis zum 1. September 2021, 23:59 Uhr MESZ, können interessierte Unternehmen ihre Vorschläge unter www.atlas-h2020.eu/open-call einreichen.

„Die moderne Landwirtschaft steht vor einer Vielzahl ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Das öffentliche Bewusstsein für die Auswirkungen des Agrarsektors auf die Umwelt und die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln nehmen zu. Die neue Generation der Landwirte muss sich diesen Aufgaben stellen, und die digitale Transformation ist die Schlüsseltechnologie, die ihnen dabei helfen wird“, so Dr. Stefan Rilling, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).

Innovative Unternehmen erhalten für die Dienste, die sie über die Plattform ATLAS anbieten, eine Anschubfinanzierung. Die Vorschläge sollten einen klaren Mehrwert für Kunden oder Beteiligte der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette bieten und sich auf die Entwicklung von Diensten konzentrieren, die auf den innerhalb des Projekts realisierten Anwendungsfällen aufbauen und diese erweitern. Interessierte Unternehmen, die rechtmäßig in einem der EU-Mitgliedsstaaten oder einem der mit H2020 assoziierten Länder ansässig sind, sind zur Teilnahme eingeladen.

Im Jahr 2020 erhielt das ATLAS-Konsortium 89 Vorschläge für seinen ersten offenen Aufruf und wählte sechs Gewinner aus, die 305.000 Euro erhalten, um ihre Dienste innerhalb des ATLAS-Netzwerks zu implementieren. In diesem Jahr wird das Konsortium bis zu 14 Unternehmen mit durchschnittlich 52.500 Euro pro Anwendungsfall fördern. Darüber hinaus werden die erfolgreichen Teilnehmer Teil des ATLAS-Ökosystems und profitieren von dessen umfangreichem Netzwerk aus Endanwendern, Dienstleistern, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern. Alle geförderten Unternehmen stellen ihre Lösungen im Rahmen eines Demo Day in einem der fünf Kompetenzzentren des Projekts allen Projektbeteiligten und interessierten externen Teilnehmern vor.

Über ATLAS

ATLAS hat eine Laufzeit von 42 Monaten und umfasst 30 Partner aus sieben europäischen Ländern: Deutschland, Schweiz, Griechenland, Italien, Rumänien, Spanien und Lettland. Das Konsortium verfügt über 13 landwirtschaftliche Testbetriebe unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Erzeugnissen an mehreren geografischen Standorten in Europa. Davon sind fünf reine Versuchsgüter, sechs gewerbliche Betriebe und zwei Betriebe, an denen sowohl Forschung als auch kommerzielle Landwirtschaft stattfinden. Die Pilotstudien werden an fünf Kompetenzzentren in den Testbetrieben in enger Kooperation mit den Endnutzern durchgeführt. ATLAS vereint ein hochrangiges Netzwerk aus Akteuren, die schon lange vor der Entstehung des Begriffs „Smart Farming“ in den Bereichen Automation, IoT und Robotik aktiv waren. Die Koordination des Projekts übernimmt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org

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