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Titel neue Merkblätter, © DLG
Titel neue Merkblätter, © DLG

DLG / 15.04.2021
Neue DLG-Merkblätter für Milchviehhalter und Kälbermäster

Praxishilfen zur Arbeitsorganisation in Milchviehställen und zur N-/P-reduzierten Fütterung in der Kälbermast

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat zwei Merkblätter zu aktuellen Themen in der Rinderhaltung veröffentlicht.

Das DLG-Merkblatt 460 „Arbeitsorganisation in Milchviehställen“ wurde vom DLG-Ausschuss Milchproduktion und Rinderhaltung erarbeitet. Es gibt Hilfen und Tipps, wie Betriebsleitende und ihre Mitarbeiter ihre Arbeitsorganisation verbessern können. Unter anderem wird beschrieben, wie man durch eindeutige Abgrenzung von Zuständigkeiten, mit einer klaren Definition von Aufgaben, mittels Strukturierung und Standardisierung von Arbeitsprozessen, mit einem aufeinander Abstimmen von betrieblichen Abläufen sowie mit einer klaren Kommunikation das Management im Milchviehbetrieb verbessert. Eine verbesserte Arbeitsorganisation kann Betrieben auch die Möglichkeit bieten, durch geregelte Arbeitszeiten und klar umschriebenen Arbeitsplätzen ein attraktiverer Arbeitgeber zu werden. Darüber hinaus kann strukturierte und organisierte Arbeit zu Effizienzsteigerungen und damit zu niedrigeren Produktionskosten führen. Das DLG-Merkblatt 460 ist eine umfassende Überarbeitung des gleichnamigen DLG-Merkblattes 384.

Das DLG-Merkblatt 462 „Aktualisierung der Fütterungsverfahren in der Kälbermast – zur Ermittlung der Ausscheidungen von Stickstoff, Phosphor und Kalium“ ist ein Informationsangebot des DLG-Arbeitskreises Futter und Fütterung.

Die Aktualisierung und Neubeschreibung der Verfahren der Kälbermast wurde erforderlich, da sich wesentliche Veränderungen gegenüber den in 2014 von der DLG beschriebenen Verfahren zur Ableitung der Nährstoffausscheidungen ergeben haben. Mastkälber für die Fleischerzeugung werden in der Regel mit den Verfahren „Kälbermast“ oder „Rosa-Kalbfleischerzeugung“ aufgezogen. In allen Verfahren werden inzwischen mehr Konzentrat- und vor allem auch Grobfutter eingesetzt, um den Ansprüchen der Kälber hinsichtlich der Strukturwirkung der Ration und der Möglichkeit der Beschäftigung mit dem Futter weitergehend zu entsprechen. Dazu hat sich auch durch die Zucht das Wachstumsvermögen und die realisierbare Futteraufnahme deutlich verbessert. Die Mastverfahren unterscheiden sich maßgeblich durch die Rationszusammensetzung und den Futteraufwand. Diese Verfahren sind im Merkblatt 462 detailliert dargestellt. Darüber hinaus besteht mit der N-/P-reduzierten Rosa-Kalbfleischerzeugung die Möglichkeit einer umweltschonenderen Fütterung, bei der gegenüber dem Standardverfahren die N-Ausscheidungen um 8 Prozent, die P-Ausscheidungen sogar um 20 Prozent reduziert werden können.

Beide Merkblätter sind unter www.dlg.org/merkblaetter online abrufbar.

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org