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Mohnblumen, © ballensilage.com
Mohnblumen, © ballensilage.com

Deutscher Bauernverband / 21.03.2021
Naturschutz mit digitaler Unterstützung

DBV: Pilotbetriebe testen NatApp

Pressemitteilung / (Berlin) Wie lassen sich Naturschutzmaßnahmen wirksam und praktikabel in die landwirtschaftliche Praxis integrieren? Derzeit entsteht eine neue App, die landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen unterstützen und zugleich den Bürokratieaufwand für Landwirte und Behörden verringern soll. In der gerade angelaufenen Phase des Projektes wird in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) ein Prototyp der „NatApp“ von der Landwirtschaft in der Praxis getestet.

Mit der Naturschutz-App („NatApp“) soll den landwirtschaftlichen Betrieben ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, das die Beantragung, Umsetzung, Dokumentation von Naturschutzmaßnahmen deutlich vereinfachen soll. Die App informiert unter anderem über Finanzierungsmöglichkeiten und erleichtert die Flächenanlage mithilfe eines integrierten GPS-Tools. Ein Terminplan, Erinnerungen und Warnmeldungen unterstützen die Betriebe Bearbeitungszeiträume, Flächengrößen und weitere Bewirtschaftungsverpflichtungen einzuhalten und das Sanktionsrisiko zu verringern. Mit dem Dokumentationstool der App dokumentieren die Betriebe selbstständig die Durchführung der Maßnahmen. Die App soll somit Landwirten und Agrarverwaltungen bei der verordnungskonformen Umsetzung und Administration von Naturschutzmaßnahmen unterstützen.

NatApp im Praxistest

Auf insgesamt 20 Pilotbetrieben in Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen wird die App unter Koordination des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und des DBV auf deren Handhabung und Praxistauglichkeit getestet. Das Thünen-Institut untersucht, inwieweit die Nutzung der App die administrative Abwicklung von Naturschutzmaßnahmen für die Behörden vereinfacht. Im Laufe des Jahres soll eine einsatzfähige Testversion der NatApp zur Verfügung stehen. Die Entwicklung des Prototyps wird durch die Hochschule Harz unterstützt. Langfristig soll die NatApp als freiwilliges Angebot für Landwirte in allen Bundesländern verfügbar sein und in die zuständigen Behörden integriert werden. Darüber hinaus wird die NatApp so entwickelt, dass durch ihre Nutzung verschiedene Finanzierungsinstrumente von Naturschutzmaßnahmen besser unterstützt werden.

Projektpartner

  • Koordinator: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.
  • Deutscher Bauernverband
  • Hochschule Harz
  • Thünen-Institut

Förderhinweis

Die Durchführung der Pilotphase der NatApp in der landwirtschaftlichen und Verwaltungspraxis wird gefördert durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.

weitere Informationen: Deutscher Bauernverband, www.bauernverband.de