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Bei der Abnahme etwa von Melkrobotern (Foto) testen Fachleute der Landwirtschaftskammer unter anderem, ob die Pulsation – das ist die Reihenfolge und Intensität, mit der Milch über die Melkbecher aus dem Euter gesaugt wird – den Normen entspricht, © LWK Niedersachsen / Wolfgang Ehrecke
Bei der Abnahme etwa von Melkrobotern (Foto) testen Fachleute der Landwirtschaftskammer unter anderem, ob die Pulsation – das ist die Reihenfolge und Intensität, mit der Milch über die Melkbecher aus dem Euter gesaugt wird – den Normen entspricht, © LWK Niedersachsen / Wolfgang Ehrecke

LWK Niedersachsen / 11.01.2019
Unabhängige Qualitätskontrolle für neue Melkanlagen

Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Hersteller Lely schließen Kooperationsvertrag

Pressemitteilung / (Oyten/Oldenburg) Wenn niedersächsische Milchviehbetriebe viel Geld in moderne Melktechnik investieren, erwarten sie vom ersten Tage an, dass die neu installierten Anlagen perfekt funktionieren. Genau das prüfen unabhängige Experten der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Mit dem niederländischen Unternehmen Lely ist nun ein weiterer großer Melktechnik-Hersteller hinzugekommen, mit dem die Landwirtschaftskammer eine Kooperationsvereinbarung unterhält. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten Reinhard Heeren, Geschäftsführer des Lely Center Niedersachsen, und Kammer-Melktechnikexperte Dr. Michael Hubal in Oyten (Kreis Verden).

Bestandteil der Vereinbarung ist unter anderem, dass die LWK-Fachleute in Abstimmung mit Herstellern und Vertragshändlern Melkroboter und Melkstände nach DIN/ISO-Norm 6690 prüfen und anschließend die einwandfreie Funktion mit einem Siegel bescheinigen. „Für den Landwirt liefert unsere Arbeit konkrete Informationen zum einwandfreien Betriebszustand, für die Hersteller ist unsere Kontrolle eine wichtige Rückmeldung zur Qualität ihrer Produkte“, erläutert Kammer-Melktechnikexperte Dr. Michael Hubal. „Das führt letztlich zu mehr Rechtssicherheit.“

Bei der Abnahme durch die LWK wird unter anderem an Melkrobotern getestet, ob die Anlagen einwandfrei montiert und in Betrieb genommen wurden. Hierbei wird nach Maßgabe internationaler Normen mit modernster Messtechnik geprüft, ob die Vakuumhöhe und -regelung sowie die Pulsation (die Reihenfolge und Intensität, mit der Milch über die Melkbecher aus dem Euter gesaugt wird) und die am Euter zur Verfügung stehenden Kapazitäten den Normen entsprechen oder ob sie diese übertreffen. „Dabei geht es letztlich immer um einen zügigen, tierschonenden und vollständigen Milchentzug“, erläutert LWK-Milchtechnikexperte Hubal. „Weitere Parameter, wie etwa die Dichtigkeit der Melkanlage, zielen auf die Effizienz und Ressourcenschonung ab.“

Die Prüfung neu installierter Melktechnik gehört seit 20 Jahren zur Arbeit der Landwirtschaftskammer. Mittlerweile bestehen Kooperationsvereinbarungen mit neun Herstellern, wodurch nahezu alle der in Niedersachsen neu installierten Anlagen durch die LWK abgenommen werden. Jährlich nehmen die Kammer-Fachleute durchschnittlich rund 300 Anlagen unter die Lupe.

Das Unternehmen Lely, das unter anderem Melkroboter und automatische Fütterungsanlagen herstellt, hat seinen Sitz im niederländischen Maassluis und beschäftigt nach eigenen Angaben 1.200 Mitarbeiter.

weitere Informationen: LWK Niedersachsen, www.lwk-niedersachsen.de

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