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Deutscher Bauernverband / 10.03.2020
Milchpreisverhandlungen mit Aldi in der Kritik

Schmal: Deshalb brauchen wir die UTP-Richtlinie!

Pressemitteilung / (Berlin) Eine Berichterstattung der Lebensmittelzeitung „Aldi setzt Molkereien unter Druck“ vom 6. März mit einer Ankündigung des Discounters ALDI, Preise für Milchwaren für ALDI Nord und Süd durch die Konzentration der Nachfrage senken zu wollen, sorgt für erheblichen Unmut im Berufsstand.

Der Vize- und Milchbauernpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal, kritisiert dieses Vorgehen: „Wenn die Berichterstattung so zutrifft, dann ist dieses Einkaufsverhalten ein Paradebeispiel für den Missbrauch von Nachfragemacht und ein Fall für das Kartellamt, das hier einschreiten muss. Bekannt ist, dass Aldi und seine Mitbewerber jede Chance für niedrigere Einkaufspreise nutzen. Dass man dafür sogar auch das Corona-Virus als Vorwand nutzt, ist eine neue Qualität. Diese Angelegenheit zeigt aber vor allem, dass die Richtlinie über unlautere Handelspraktiken notwendig war und nun dringend national umgesetzt werden muss, und zwar weitgehender und strenger als die EU vorgibt. Wir stellen außerdem fest, dass die Unternehmen des Lebensmittelhandels ihre Marktmacht nur dann ausspielen können, wenn es Molkereien gibt, die auch mitspielen. Die Milchbauern haben in den vergangenen Monaten deutlich weniger Milchgeld erhalten, als es der Markt hergab.“

weitere Informationen: Deutscher Bauernverband, www.bauernverband.de

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