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Julia Klöckner, © CDU Rheinland-Pfalz
Julia Klöckner, © CDU Rheinland-Pfalz

BMEL / 10.03.2020
Hochmoderne Sensoren unterscheiden: Unkraut oder Nutzpflanze?

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner besucht Premosys GmbH – durch digitale Innovation kann Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz deutlich reduziert werden

Pressemitteilung / (Berlin/Bonn) Im rheinland-pfälzischen Kalenborn-Scheuern hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, heute die Firma Premosys besucht, um sich über den Einsatz von Sensorentechnik in der Landwirtschaft zu informieren. Gemeinsam mit der Universität Bonn hat das Unternehmen den so genannten „GG-Detector®“ entwickelt. Ein System, das mittels elektronischer Farbmessung durch Sensoren Nutzpflanzen von Unkraut unterscheiden kann. So wird eine punktgenaue Dosierung von Dünger und Pflanzenschutzmittel ermöglicht.

Julia Klöckner: „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft zeigt einen Weg raus aus der Ideologiefalle. Wenn es darum geht, weniger Düngung und Pflanzenschutz einzusetzen und gleichzeitig Erträge zu sichern, erreicht man das nicht durch Alles-oder-nichts-Forderungen. Sondern etwa durch präziseres und bedarfsgerechtes Ausbringen. Hier hilft hochmoderne Sensortechnik. Sie ermöglicht eine Win-Win-Situation: Der Landwirt kann seine Produktionskosten ohne Umsatzeinbußen verringern und Umweltbelastungen reduzieren. Das verdeutlicht das Potential digitaler Innovationen – die Branche ist hier Vorreiter. Deshalb investieren wir hier massiv: Bundesweit haben wir Experimentierfelder eingerichtet, wo digitale Techniken für Pflanzenbau und Tierhaltung entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. 50 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.“

Zum GG-Detector®

Der GG-Detector® soll eine selektive Unterscheidung von Kultur- und Wildpflanzen und damit eine punktgenaue, bedarfsgerechte Dosierung von Düngemitteln und Herbiziden ermöglichen. Über einen integrierten Controller lassen sich entsprechende Aktoren wie Ventile und Relais unmittelbar ansteuern. Das System soll bereits bei einer Blattgröße von 1 cm², bei Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 25 km/h detektieren und soll im Gegensatz zu anderen Systemen unabhängig von Umgebungslicht sein. Durch diese bedarfsgenaue Dosierung sollen bis zu 90 Prozent der Herbizidmenge eingespart werden. Durch die Möglichkeit, den GG-Detector® an unterschiedliche Vorrichtungen und Maschinen anzubringen, steht er der Agrarwirtschaft in vielseitiger Hinsicht für ein breites Einsatzspektrum zur Verfügung.

weitere Informationen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), www.bmel.de

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