Silage für Rinder

Silage für Rinder und Kühe


Gärfutter ist in der Fütterung von Kühen und Rindern ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Grundfutterration. Während Silomais überwiegend im Fahrsilos einsiliert wird, wird Gras regelmäßig auch als Ballensilage haltbar gemacht. Gerade für kleine Betriebe oder Betriebe mit kleinen Landparzellen ist die Bereitung von Ballensilagen eine sinnvolle Alternative.

Rundballen verfüttern, © ballensilage.com
Rundballen verfüttern, © ballensilage.com

Bestes Grundfutter ist die Basis der Versorgung von hochleistenden Milchkühen. Daher dürfen in der Bereitung von Grassilage keine Kompromisse in der Qualität eingegangen werden. Auch im Siloballen können Spitzenqualitäten erzeugt werden. Das Ziel jeder Gärfutterbereitung ist eine gut vergorene und aerob stabile Silage mit einem hohen Energiegehalt bei ausreichender Struktur und niedrigem Besatz an unerwünschten Keimen.

Um den höchstmöglichen Energiegehalt zu realisieren, wird der Grasschnitt zum Zeitpunkt des Ähren- bzw. Rispenschiebens der bestandsbildenden Gräser empfohlen. Ein verspäteter Schnitt bedeutet einen geringeren Energiegehalt und ein „Verholzen“ des Futters; durchschnittlich nimmt der Energiegehalt je Kilogramm TS bei Überschreitung des optimalen Schnitttermins um 0,1 MJ NEL täglich ab. Die Siliereignung verringert sich ebenfalls.

Die kleinen Mengeneinheiten in Siloballen erlauben eine bedarfsgerechte Trennung der Qualitäten. Spitzenfutter kann gezielt für Hochleistungskühe reserviert werden, während die qualitativ bescheidenen Siloballen vom letzten Schnitt für die Rinder weggelegt werden können. Dazu lassen sich die Ballen einfach mit wasserdichten Faserschreibern markieren und sortieren.

Genauso wie bei der Erzeugung von Grassilage im Fahrsilo darf es keine Fehlgärung in Form von z.B. Buttersäurebildung geben. Das würde den Energiegehalt der Silage senken und zur verminderter Futteraufnahme führen. Ebenso muss eine gute Silage auch nach Öffnung des Gärbehälters lange aerob stabil bleiben. Manche Siloballen bleiben immerhin bis zu einer Woche geöffnet, bevor sie restlos verzehrt sind. Besonders in den warmen Sommermonaten können hier schnell Probleme auftreten.

Das Erzeugen hochwertiger Siloballen folgt prinzipell den selben Regeln, wie man sie von der Bereitung hochwertiger Silage in Fahrsilos her kennt. Die Gute Fachliche Praxis ist ein entscheidender Faktor bei der Ballensilage-Erzeugung. Das Wetterrisiko bleibt jedoch immer bestehen. Durch die sachgerechte Zugabe geeigneter Silierzusätze können aber die Risiken von Fehlgärung und/oder Nacherwärmung eingegrenzt werden.

Eine hochwertige Ballensilage zeichnet sich wie folgt aus:

  • hoher Energiegehalt
  • ausreichender Strukturwert
  • geringer Verschmutzungsanteil
  • geringer Besatz an unerwünschten Mikroorganismen = hohe Futterhygiene
  • eine lange Haltbarkeit nach Ballenöffnung auch bei höheren Umgebungstemperaturen = aerobe Stabilität
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