Schlauchsilage

Schlauchsilage


Zur Bereitung einer Schlauchsilage wird ein robuster PE-Folienschlauch der Länge nach mit (gehäckseltem oder gequetschtem) Siliergut gefüllt und anschließend luftdicht verschlossen. Weil das Siliergut mittels einer Spezialpresse unter hohem Druck in den Schlauch gedrückt wird, können Verdichtungen wie bei einem Fahrsilo erreicht werden. Das Verfahren eignet sich für nahezu alle silierbaren Erntegüter wie z.B. Gras, Silomais, CCM, LKS, Biertreber, Zuckerrübenschnitzel oder auch geschrotetes Getreide.

Schlauchsilage, © ballensilage.com
Schlauchsilage, © ballensilage.com

Bis auf einen festen Untergrund sind keine weiteren baulichen Maßnahmen nötig. Die vergleichsweise kleine Anschnittfläche sorgt für Vorschub bei der Entnahme und beugt Nacherwärmungstendenzen vor. Die Schlauchlängen können in der Praxis bis weit über 100 m betragen.

Mit einer Spezialmaschine können auch Quader- oder Rundballen in einen Siloschlauch gepresst werden. Eine fahrbare Rahmenkonstruktion dehnt den Folienschlauch über die kontinuierlich nachgeschobenen gepressten Ballen und legt den gefüllten Folienschlauch hinter sich ab. Echter Ein-Mann-Betrieb ist möglich, denn die Presse bewegt sich eigenständig vorwärts. Der Landwirt kann unterdessen die Beschickung der Presse mit Ballen vornehmen.

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